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Geschichten zum Staunen

Geschichten zum Staunen – warum unsere Region so geworden ist, wie sie heute ist

Manchmal reicht ein Blick, eine Stimme oder ein Ort – und plötzlich beginnt Geschichte zu sprechen. „Geschichten zum Staunen“ nimmt dich mit auf eine visuelle und erzählerische Reise durch die Industriegeschichte unserer Region. In kurzen, eindrucksvollen Videos erzählen echte Menschen von echten Orten: von harter Arbeit, klugen Ideen, Mut, Wandel und dem Leben zwischen Eisen, Stein, Wald und Wasser.

Im Mittelpunkt stehen Originale aus der Region, die aus erster Hand berichten, wie Bergbau, Handwerk, Energiegewinnung und Industrie Landschaft und Gesellschaft geprägt haben. Es geht nicht um trockene Jahreszahlen, sondern um Erfahrungen, Erinnerungen und Zusammenhänge – um Geschichte und Geschichten, die erklären, warum wir heute sind, wer wir sind.

Ergänzt werden die Filme durch eindrucksvolle Fotografien von Jan Bosch. Seine Bilder zeigen historische Orte, industrielle Spuren und Kulturlandschaften so, wie sie heute erlebbar sind – rau, ehrlich und voller Atmosphäre. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander und machen sichtbar, wie tief Industriegeschichte in der Region verwurzelt ist.

Die Videos verbinden Information mit Emotion, Identität mit Neugier. Sie laden dich ein, genauer hinzusehen, zuzuhören und die Region neu zu entdecken – egal, ob du hier lebst oder zu Besuch bist. „Geschichten zum Staunen“ zeigt: Unsere Landschaft ist nicht nur schön, sie erzählt auch davon, wie Generationen vor uns gelebt, gearbeitet und Zukunft gestaltet haben.

Schau rein, lass dich mitnehmen und entdecke die Geschichten hinter den Orten.
Denn wer versteht, woher er kommt, sieht die Region mit anderen Augen.

Es werde Licht

Lass dich von Joachim Hartmann mitnehmen an einen besonderen Ort der regionalen Industriegeschichte: in die Grube Ypsilanta. Direkt vor Ort schildert er eindrucksvoll die Zusammenhänge zwischen dem Bergbau vergangener Jahrhunderte, der daraus entstandenen industriellen Entwicklung und dem harten Alltag der Menschen, die diese Region geprägt haben.

Der Film verbindet Geschichte mit Landschaft und macht erlebbar, wie eng Arbeit, Leben und wirtschaftlicher Wandel miteinander verwoben waren. Zwischen Stollen, Gestein und Erinnerungen wird deutlich, welche Bedeutung der Bergbau für Wohlstand, Infrastruktur und gesellschaftliche Entwicklung hatte – und welche Herausforderungen er für die Bevölkerung mit sich brachte.

Du erlebst hautnah, wie diese vielschichtige Geschichte bis heute nachwirkt und warum sie ein zentraler Bestandteil unserer regionalen Identität ist. Ein fesselnder Beitrag, der zeigt, dass Vergangenheit mehr ist als Erinnerung.

Joachim Hartmann (© Jan Bosch)

Joachim Hartmann erzählt in diesem Projekt von den fast vergessenen Geschichten der Bergleute und wie sie unsere Region mit harter Arbeit bis heute prägten. Joachim verstarb nach Abschluss der Dreharbeiten. Danke, dass du deine Geschichte an uns weitergegeben hast!

In dankbarem Andenken!

Foto: © Jan Bosch

Die Schlagader der Industrialisierung

Ohne den Bergbau hätte sich das Eisenbahnnetz in unserer Region ganz anders entwickelt – langsamer und längst nicht so flächendeckend. In diesem Film wird deutlich, wie eng Rohstoffgewinnung, Industrie und Mobilität miteinander verbunden waren. Fast jedes Tal war einst an das Schienennetz angeschlossen, Dampflokomotiven prägten das Landschaftsbild und hielten Wirtschaft und Alltag in Bewegung.

Voll beladene Waggons transportierten Eisenerz zu den Hütten, während Kohle aus dem Ruhrgebiet zu den Hochöfen gebracht wurde. Die Eisenbahn war das Rückgrat der industriellen Entwicklung und machte Wachstum, Arbeit und Fortschritt überhaupt erst möglich.

Markus Hemberger erzählt aus seinen ganz persönlichen Erinnerungen, wie präsent die Eisenbahn im Leben der Menschen war und welche Bedeutung sie für die Region hatte. Seine Erfahrungen machen sichtbar, wie Technik, Landschaft und Lebenswelten ineinandergreifen.

Der Film zeigt eindrucksvoll: Die Schiene folgte dem Bergbau – und veränderte die Region nachhaltig. Eine Geschichte über Bewegung, Wandel und die Kraft der Infrastruktur, die unsere Heimat bis heute prägt.

Markus Hemberger (© Jan Bosch)

„Der Geruch, das Gefühl, das Rattern des Zuges – es ist ein Stück meiner Kindheit.“

Markus Hemberger

Foto: © Jan Bosch

Das harte Los der Frauen

Stell dir vor, wie hart das Leben der Bergleute war. Trotz schwerster Arbeit unter Tage reichte der Lohn oft nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Der Bergbau prägte den Alltag – aber er allein sicherte kein Auskommen. Während die Männer im Stollen schufteten, trugen Frauen und häufig auch Kinder einen großen Teil der Verantwortung mit.

In diesem Film der Reihe „Geschichten zum Staunen“ berichtet Hannelore Rink eindrücklich davon, wie das Leben damals organisiert war. Tagsüber arbeiteten Frauen und Kinder in der Landwirtschaft, nachts wurde gestrickt – Strumpf für Strumpf, um das karge Einkommen aufzubessern. Arbeit kannte kaum Pausen, und jede helfende Hand war notwendig, um den Alltag zu bewältigen.

Der Film macht deutlich, wie eng Bergbau, Landwirtschaft und Heimarbeit miteinander verbunden waren und wie sehr diese Lebensweise Familien geprägt hat. Er erzählt von Entbehrung, Zusammenhalt und großer Stärke – und davon, was es bedeutete, in einer vom Bergbau geprägten Region zu leben.

Eine berührende Geschichte, die zeigt, wie sehr der wirtschaftliche Wandel auf den Schultern ganzer Familien ruhte – und warum diese Erfahrungen bis heute Teil unserer regionalen Identität sind.

Hannelore Rink (© Jan Bosch)

„Wenn ich die Tracht anziehe, ändert sich etwas in mir. Man wird eine andere Person, lebt eine andere Rolle.“

Hannelore Rink

Foto: © Jan Bosch

Die Hauberge als Lebensgrundlage

Die meisten Menschen haben noch nie von den Haubergen gehört – und das, obwohl sie zu den nachhaltigsten Formen der Waldwirtschaft zählen. Kein Wunder, denn diese besondere Bewirtschaftungsform gibt es nur hier in unserer Region, und das bereits seit dem 15. Jahrhundert. Die Haubergskultur ist ein echtes regionales Alleinstellungsmerkmal und bis heute prägend für Landschaft, Geschichte und Identität.

In diesem Film der Reihe „Geschichten zum Staunen“ nimmt dich Harro Schäfer mit in die Welt der Hauberge. Mit großer Sachkenntnis, spürbarer Leidenschaft und im hier typischen Dialekt erklärt er, wie diese Form der gemeinschaftlichen Waldnutzung funktioniert, warum sie über Jahrhunderte erfolgreich war und was sie so außergewöhnlich nachhaltig macht.

Der Film zeigt, wie eng Natur, Arbeit und Gemeinschaft miteinander verbunden waren – und teilweise noch sind. Gleichzeitig wird deutlich: Hauberge sind nicht nur ein kulturhistorisches Erbe. Noch heute sind sie wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Region.

Mehr über diese besonderen Lebensräume und ihre Bedeutung für den Naturpark erfährst du in der Rubrik Lebensräume.

Harro Schäfer (© Jan Bosch)

„Ohne die Hauberge hätte der Mensch hier nicht überleben können.“

Harro Schäfer

Foto: © Jan Bosch

Als Wasser und Strom noch nicht aus der Leitung kam

Kannst du dir vorstellen, wie der Alltag aussah, als Wasser und Strom noch keine Selbstverständlichkeit waren? In diesem Film der Reihe „Geschichten zum Staunen“ wirst du in eine Zeit zurückversetzt, in der jeder Liter Wasser zählte und Elektrizität noch kaum eine Rolle spielte. Trinkwasser, Wasser zum Kochen und Waschen musste oft über weite Strecken herangeschafft werden – ein mühsamer Teil des täglichen Lebens.

Ohne Strom gab es keine elektrischen Geräte, keine Beleuchtung auf Knopfdruck. Gearbeitet wurde mit Muskelkraft, der Tag endete mit der Dämmerung. Kerzen und Karbidlampen spendeten Licht, Handarbeit bestimmte den Rhythmus des Alltags. Was heute selbstverständlich ist, war damals mit großer Anstrengung verbunden.

Zeitzeugin Anneliese Müller-Ehrlich erzählt eindrücklich von dieser Zeit und erinnert sich besonders an den bewussten, sparsamen Umgang mit Wasser. Ihre persönlichen Erinnerungen machen Geschichte greifbar und zeigen, wie sehr technische Entwicklungen das Leben in unserer Region verändert haben.

Der Film öffnet den Blick dafür, wie eng Fortschritt, Lebensqualität und Alltag miteinander verbunden sind – und warum diese Erfahrungen bis heute Teil unserer regionalen Identität sind. Ein stiller, berührender Beitrag, der zum Nachdenken anregt und Vergangenheit lebendig werden lässt.

Anneliese Müller-Ehrlich (© Jan Bosch)

„Ich habe noch miterlebt, wie das Wasser aus dem Brunnen geholt werden musste.“

Anneliese Müller-Ehrlich

Foto: © Jan Bosch

Von der mittelalterlichen Schmelzhütte zum Hightechunternehmen

Vom Kupfer aus dem Berg zum Hightech von heute: In diesem letzten Film der Reihe „Geschichten zum Staunen“ wird eindrucksvoll sichtbar, wie tief Industriegeschichte in unserer Region verwurzelt ist. Ausgangspunkt ist eine im Jahr 1482 gegründete Kupferschmelzhütte – Keimzelle dessen, was heute eines der ältesten Industrieunternehmen Hessens ist.

Dr. Felix Heusler, Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens, nimmt dich mit auf eine Reise durch mehr als fünf Jahrhunderte Unternehmensgeschichte. Er erzählt, wie es gelungen ist, Tradition und Innovationskraft zu verbinden und den Weg vom Bergbau zu einem modernen Hightechunternehmen zu gehen – mit Weitblick, Mut zur Veränderung und klarer regionaler Verwurzelung.

Der Film zeigt eindrucksvoll: Der Bergbau war der Ursprung von wirtschaftlicher Entwicklung, technischer Innovation und Wohlstand in der Region. Vieles von dem, was unsere Landschaft, unsere Orte und unser Selbstverständnis bis heute prägt, nahm hier seinen Anfang. Geschichte wird greifbar, wenn sichtbar wird, wie aus Rohstoffen Ideen, aus Handwerk Industrie und aus regionalen Wurzeln globale Perspektiven entstehen.

Ein würdiger Abschluss der Serie, der eines klar macht: Alles ging vom Bergbau aus – in unserer schönen Region. Glück auf!

Dr. Felix Heusler (© Jan Bosch)

„Familienunternehmen mit Tradition und Geschichte sind ein wichtiges Rückgrat der deutschen Industrie.“

Dr. Felix Heusler

Foto: © Jan Bosch

Möchtest Du weitere Informationen und Hintergründe zu diesem Projekt? Unser Mitarbeiter Dr. Jörg Wegerhoff erzählt wie es entstand:

„Geschichten zum Staunen“

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